Arzt für AyurvedaAusbildung zum Arzt oder Therapeuten in Ayurveda In Indien und Sri Lanka müssen Ayurveda-Ärzte, ebenso wie Schulmediziner, sechs Jahre lang studiert haben, um danach ein Staatsexamen in ayurvedischer Heilkunst abzulegen.
Es ist ein eigener, vollständiger Studiengang und wird an vielen indischen und mehreren srilankischen Universitäten gelehrt. Nach weiteren drei Jahren Praxis darf man sich Doctor of Ayurveda respektive Vaidya (dt. traditioneller Ayurveda-Arzt; aber auch -Heiler oder -Gelehrter) nennen. Allein in Indien erhalten jedes Jahr mehrere tausend Mediziner ihre Ayurveda-Approbation.
Auch in Deutschland gibt es inzwischen einige Ayurveda-Institute, die eine fundierte Ayurveda-Ausbildung nach indischen Standards bewerben, welche letztendlich aber gar nicht oder nur schwer nachprüfbar ist. Eine gewisse Gefahr besteht in dem Verlust von Authentizität, da das vermittelte Wissen meist auf westliche Lebensbedingungen übertragen wird.
In den meisten Ländern der Welt ist der Begriff Ayurveda oder eine Berufs- bezeichnung in Verbindung mit dem Namen Ayurveda ungeschützt, sodass jeder Mensch ohne besondere Auflagen entsprechende Anwendungen anbieten darf. In Deutschland stehen einige Gesundheitsämter allerdings der Verwendung der Begriffe Therapeut und Therapie relativ kritisch gegenüber. Selbst wenn nachweislich ayurvedisch geschulte Fachkräfte ihn als öffentliche Werbung (z. B. als Reklametafel an der Praxis o. Ä.) nutzen wollen oder aber in irgendeiner Form auch nur den vagen Eindruck erwecken, Gebrechen oder Krankheiten heilen zu können, kann es leicht zu Abmahnverfahren kommen.
Kontroverse Betrachtungen zu Ayurveda: Schwermetalle, besonders Blei, verunreinigten früher nicht selten Medikamente traditioneller indischer Medizinrichtungen; über Vergiftungen durch ayurvedische Medikamente gibt es medizinische Berichte. Diese Fälle sollen auf unkontrollierte indische Arzneifertigungen zurück zu führen sein.
In Sri Lanka unterliegen die Präparate strengsten Kontrollen. Ebenso wie fasr alle indischen Produkte heute, denn größere Im- und Exporteure achten aufgrund der möglichen Verunreinigungen besonders auf die Produktqualität und lassen sie nach internationalen Standards (z. B. ISO 9001) kontrollieren.
In der Schweiz sind ayurvedische Medikamente nur über wenige Apotheken (in Bern und Zürich) erhältlich und unterliegen dort strengsten Kontrollen.
Die häufig gebuchte Kombination aus Ayurveda-Kur und Strandurlaub ist bei zuviel Sonne problematisch. Schon eine leichte Rötung der Haut kann hier körpereigene Reserven zur Wiederherstellung binden. Als besonders problematisch sind dabei die Höhenlagen in Sri Lanka anzusehen, da hier die UV-Strahlung ungefiltert vorhanden ist. Da manche Leiden zur Therapie Salzwasser und Seeklima benötigen, erweist sich die Monsunzeit (Juni bis September) als besonders geeignete Kurzeit.
Die deutsche „Ayurveda-Szene“ wird weitgehend von der spirituellen Bewegung der Transzendentalen Meditation (TM) geprägt, deren Dienstleistungen und Produkte (der Maharishi Technology Corporation in Vlodrop, Niederlande) unter der Bezeichnung Maharishi Ayurveda angeboten werden. Je nach persönlicher Neigung kann dies als Vor- oder Nachteil ausgelegt werden.
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